Fernöstliche Weisheiten

Eine Sammlung fernöstlicher Weisheiten, die so oder so ähnlich in vielen Kulturen nie gesagt wurden. Erst recht nicht in Asien.

Glück hat eine Silbe.
Freundschaft zwei.


Zähle die Wolken am Himmel,
und Du bist der glücklichste Mensch.


Wenn der Regen in das Land einfällt,
müssen die Sterne oft gehen.


Sei tapfer solange das Feuer noch brennt.
Und stehe still, wenn der Rauch die Flammen frisst.
So bleiben die Sorgen fern.


Pflück die Blume am Straßenrand –
und die Sterne werden Flügel bekommen.


Der Löwe brüllt – der Affe kratzt sich.


Wenn du ein Schwein findest,
so binde es an. Es leuchtet dir den Weg.


Ein Reiskorn wiegt mehr als 111 schlechte Gedanken.
Ein Reiskorn wiegt mehr als 1111 böse Worte.
Aber es ist leichter als all deine Taten.


Gehe nie einen Weg ein zweites Mal –
es sei denn es ist dein eigener.


Du findest den Weg leichter,
wenn du nicht danach suchst.


Zeit haben bedeutet nicht
sich Zeit nehmen.


Aufstehen tut oftmals mehr weh als hinfallen.


Strebe nie nach dem Höchsten,
das Gras ist hoch genug.


„Wenn das Wasser zu tief ist,
so schlage den Takt deines Herzens“,
sprach der alte Mann
und setzte seine Reise fort.
Aber der Esel blieb.


Schäl die Orange im Morgenrot –
sie wird dir den Abend versüßen.


Hörst du dreimal den Ruf der Grasmücke,
so bleibe achtsam.


Steht das Wasser dir bis zum Hals,
so trinke in kleinen Zügen.
Der Durst kommt von alleine.


Ein blindes Huhn sieht oftmals mehr als eine taube Nuss.


© Petra Eichstaedt 2016